Flora und Botanischer Garten, Köln, DE

Wo Licht Wurzeln schlägt

Die Schaugewächshäuser im Botanischen Garten Köln, erstrecken sich über rund 11,5 Hektar im Kölner Norden und verbinden ein historisches Gartenensemble von Peter-Joseph Lenné aus dem Jahr 1864 mit dem Botanischen Lehrgarten von 1914, die seit 1920 gemeinsam eine Anlage bilden. Diese einzigartige Verbindung aus Gartendenkmal und botanischem Garten wird durch eindrucksvolle Pflanzenschauhäuser ergänzt, die unterschiedliche Vegetationszonen erlebbar machen. Heute beherbergt die Flora rund 12.000 Pflanzenarten aus aller Welt im Freiland und in den Gewächshäusern und zählt jährlich über eine Million Besucher*innen. Die modernen Schaugewächshäuser ermöglichen dabei durch großzügige Raumhöhen und optimierte klimatische Bedingungen eine anschauliche Darstellung tropischer und subtropischer Lebensräume unter einem Dach.

Projektdaten

Filigrane Glasarchitektur für maximale Lichtdurchlässigkeit

Drei gläserne Arkadengewölbe strukturieren im Botanischen Garten Köln eine markante U-förmige Gewächshausanlage mit einer Höhe von bis zu 17 Metern. Das architektonische Konzept von Königs Architekten setzt auf maximale Transparenz, lichtdurchflutete Räume und eine nahezu stützenfreie Konstruktion. Mehr als 4.500 m² Isolier- und Spezialglas sowie filigrane, feuerverzinkte Stahlträger prägen die moderne Architektur. Die Kombination aus Glas und Stahl schafft eine offene, technisch hochwertige Gebäudehülle, die sowohl optimale Bedingungen für exotische Pflanzen als auch eine hohe Aufenthaltsqualität für Besucher gewährleistet.

Spezialverglasung für komplexe Klimazonen

Innerhalb der Gewächshausanlage im Botanischen Garten Köln wurden vielfältige Klimabereiche in einer technisch anspruchsvollen Gebäudehülle vereint. Tropische und trockene Lebensräume erfordern exakt abgestimmte Isolier- und Sicherheitsgläser mit hoher Lichtdurchlässigkeit, Wärmedämmung und dauerhafter Beständigkeit. Für die Dachverglasung kamen GEWE-therm® Aufbauten als Verbundsicherheitsglas aus TVG mit UV-durchlässiger Trosifol® Natural UV-Folie und ESG zum Einsatz. Ergänzend optimieren thermoplastische Abstandhalter Ködispace 4SG die energetischen Kennwerte und tragen zu effizienten Psi- und Ug-Werten bei. Die Glaskonstruktion erfüllt damit höchste Anforderungen an Funktionalität, Energieeffizienz und Langlebigkeit.

Glaslösungen für anspruchsvolle Anwendungen

Für das Projekt lieferte SCHOLLGLAS Technik Nossen ein umfangreiches Spektrum moderner Spezialgläser. Insgesamt kamen 1.156 Scheiben GEWE-therm® Verbundsicherheitsglas aus TVG mit UV-durchlässiger Folie sowie ESG zum Einsatz. Ergänzend wurden GEWE-safe® Sicherheitsgläser für Bereiche mit erhöhten Sicherheitsanforderungen verbaut, unter anderem für Überkopfverglasungen im Wandelgang. Weitere Bereiche der Anlage erhielten GEWE-therm® Isolierglas aus ESG-Weißglas. Für Türen und Glaselemente im Wandelgang wurde robustes GEWE-dur® verwendet. Die Kombination der unterschiedlichen Glasprodukte unterstützt Funktionalität, Sicherheit und architektonische Transparenz gleichermaßen.

Top-Anwendungen für Isolierglas mit Sonnenschutz

Nachhaltige Isolier- und Sicherheitsgläser für langlebige Fassaden

Die eingesetzten Spezialverglasungen verbinden hohe Energieeffizienz mit anspruchsvollen Sicherheitsanforderungen. Eisenoxidarmes Weißglas mit hoher Lichttransmission sorgt für maximale natürliche Belichtung inklusive UV-Anteil und unterstützt damit optimale Wachstumsbedingungen für die Pflanzenwelt. Gleichzeitig verbessern thermoplastische Abstandhalter die Wärmedämmung der Isoliergläser und tragen zu langlebigen, wartungsarmen Glasfassaden bei. Für sicherheitsrelevante Bereiche kamen GEWE-safe® Verbundsicherheitsgläser aus TVG mit PVB-Folie zum Einsatz. Ergänzend wurden in der Orangerie vogelfreundliche Siebdruck-Designs mit keramischen „s1deONE“-Farben aufgebracht, die Funktionalität und architektonische Gestaltung miteinander verbinden.

Verwendete Glastypen

Die folgenden Produkte wurden bei der Umsetzung verwendet