Brook Green, London, GB

Factory Design mit gläsernem Dach.
Brook Green.

Seit dem 19. Jahrhundert zog der Stadtbezirk Brook Green durch seine Nähe an einer der Hauptverkehrsadern im Westen Londons zahlreiche Unternehmen an. Noch heute prägt die Industriearchitektur des frühen 19. Jahrhunderts das Viertel, das zunehmend von der modernen Geschäftswelt entdeckt wird. Die alten Industriebauten von Osram oder J. Lyons & Co werden revitalisiert und neuen Nutzungen zugeführt. Beispielhaft dafür ist das denkmalgeschützte Gebäude in der 184 Shepherds Bush Road. Unter der Federführung von ColladoCollins Architects wandelte es sich von einem Präsentations- und Werkstattgebäude für Autos zu einem modernen Büroloft mit Industriecharme. Der Entwurf umfasst eine dreigeschossige Erweiterung auf dem Dach des bestehenden Gebäudes mit einem neuen Glasgewölbe, das an die Glaspaläste des 19. Jahrhunderts erinnert.

Projektdaten

Architekt
ColladoCollins Architects, London

Bauherr
McLaren, London

Fassade
se-austria GmbH & Co. KG, Schörfling

Glas
GEWE-therm® multi mit neutraler Sonnenschutzschicht, GEWE®-dur-H und GEWE®-safe aus GEWE®-tvg

Glaslieferant
Schollglas Sachsen GmbH, Nossen

Moderne Architektur mit historischem Charakter

Den Architekten war es sehr wichtig, den Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes zu erhalten und die notwendigen baulichen Veränderungen auf ein Minimum zu beschränken – sowohl was das innere als auch was das äußere Erscheinungsbild betrifft. Trotz ihrer großen Ausdehnung von 60 Metern Länge, 30 Metern Breite und 14 Metern Höhe, wirkt das Gewölbedach leicht und transparent. Das Gewölbe selbst bilden die vertikal verlaufenden stählernen Formrohre, die sich nach oben hin verjüngen. In Verbindung mit den diagonal verlaufenden Rohren entsteht eine Gitterstruktur, gleich einem Diamant, der das geschwungene verglaste Dach bildet.

Luftperspektive von Brook Green zeigt den gesamten Bereich aus der Vogelperspektive, mit einem klaren Blick auf die Architektur und die umliegenden Flächen und angrenzenden Gebäuden.

Lösung zur Minimierung der ungewollten Aufheizung

Um die ungewollte Aufheizung zu minimieren wurde 60 Prozent der Dachverglasung opak ausgeführt. Um über das gesamte Dach ein einheitliches Design zu erhalten, entwickelten die Architekten und Dachplaner in Zusammenarbeit mit Schollglas sogenannte Solid-Verglasung. Die Verglasung besteht aus einer Außenfläche aus dem robusten Einscheibensicherheitsglas GEWE®-dur-H, das vollflächig siebbedruckt ist. Dieses ist mit einem Dämmpaneel verklebt. Den Abschluss nach innen bildet ein pulverbeschichtetes Blech.

Die Anordnung dieser Solid-Paneele beruht auf einer bauphysikalischen Berechnung: Sie wirken zwar zufällig gestreut, werden aber nach oben hin immer dichter und bedecken im obersten Bereich die gesamte Fläche. Nach Süden und an der Seite zum Nachbargebäude ist der Anteil der Solidglas-Paneele höher. Zum einen um mehr Sonnenlicht zu gewinnen und zum anderen, um die Privatsphäre zu schützen.

Optimale Wärmedämmung mit hohen Sicherheitsstandards

Für die transparenten Bereiche wählten die Planer die GEWE-therm® multi Isolierglasscheiben mit neutraler Sonnenschutzschicht und zeitgemäßen Sicherheitseigenschaften. Die Einheiten sind aus dem Einscheibensicherheitsglas GEWE®-dur und dem Verbundsicherheitsglas GEWE®-safe aufgebaut, das sich besonders für Überkopf-Verglasungen und Fassaden eignet. An der Außenseite sind die Wärmedämmgläser noch vollflächig mit einem Punktraster bedruckt. Dieses verhindert zusammen mit der Sonnenschutzschicht einen zu hohen Wärmeeintrag ins Innere und sorgt für eine einheitliche Optik mit den Solids-Elementen.

Detailaufnahme der Montage des Brook Green in London.

Logistische Herausforderungen meistern

Eine besondere Herausforderung lag in den unterschiedlichen Formaten von Solids und Isolierglasscheiben: Wird das gewölbte Dach entlang von Längs- und Querachse in vier Viertel geteilt, so gleicht auf dem Dach innerhalb eines Viertels keine Raute in ihrer Größe oder in ihren Ausmaßen der anderen. Das Gleiche gilt für die Dreiecksflächen. Mit einer hohen logistischen Kompetenz sorgte Schollglas dafür, dass die 2.670 Scheiben und Solids in der richtigen Reihenfolge und „just-in-time“ auf die Baustelle geliefert werden konnten.

Die natürliche Belichtung des Gebäudes und der beeindruckende Blick über die Stadt schaffen ein ganz außergewöhnliches Arbeitsumfeld. Das markante diamantgleiche Gewölbe beeindruckt tagsüber durch ihr facettenreiches Funkeln und nachts durch ihr brillantes Strahlen.

Verwendete Glastypen

Die folgenden Produkte wurden bei der Umsetzung verwendet